
1. Ein Name, der aus dem Meer herrührt
Die Name dieses Edelsteins hat ihren Anfang in der lateinischen Sprache. "Aqua" steht für Wasser, während "marina" sich auf das Meer hinweist. Diese Namensgebung spiegelt perfekt die meergleichen Blau- und Grüntöne des Minerals wieder, die an die Farben des Ozeans anklingen.
2. Umfangreiche Farbpalette
Der Aquamarin erscheint in vielfältigen Nuancen von mildem Hellblau bis zu tiefem Blaugrün. Die Farbintensität basiert direkt vom Eisengehalt im Kristall ab. Je mehr Eisen existiert, desto stärker erscheint die Färbung. Insbesondere geschätzt sind Steine mit dunklen, satten Blautönen.
3. Wärmebehandlung zur Farbverbesserung
Viele Aquamarine passieren eine Hitzebehandlung, um ihre Farbe zu vertiefen und ein leuchtendes Blau zu gewinnen. Diese Veränderung ist anhaltend und beeinträchtigt die Kristallstruktur nicht. Bearbeitete Exemplare sind in der Regel erschwinglicher als ursprüngliche Steine mit ähnlicher Farbqualität.

4. Die damalige Bezeichnung
Vor Jahrhunderten identifizierte man diesen Edelstein unter einem anderen Namen: Seegrüner Beryll. Erst im 17. Jahrhundert begann sich die Bezeichnung "Aquamarin" zu etablieren und verbreitete sich am Ende weltweit.
5. Sagenhafte Bedeutung
Seit der Antike ordnete man zu dem Aquamarin bewahrende Kräfte zu. Seefahrer hatten bei sich ihn als Talisman für ungefährliche Heimkehr. Historische Funde von Amuletten aus dem Jahr 500 v. Chr. bestätigen diese Tradition. Der Überlieferung nach sollte der Stein Weisheit, Mut, Jugendlichkeit und Voraussicht gewähren.
6. Therapeutische Eigenschaften in der Tradition
In der Antike und im Mittelalter setzte man ein Aquamarin in der Heilkunde. Die Römer setzten ihn bei Verdauungsstörungen, Leberleiden und Halsproblemen ein. Mittelalterliche Heiler gebrauchten ihn zur Entgiftung. Heute wird ihm in der Kristalltherapie eine sedative, stressmindernde Wirkung zugeordnet.
7. Beziehung zum Meeresgott
Nach römischer Mythologie stand der Aquamarin unter dem der Obhut Neptuns, des Gottes der Meere. Eine Legende besagt, dass diese Steine aus der Schatztruhe der Sirenen entsprangen und an die Küste gespült wurden. Diese heilige Verbindung verstärkte den Glauben an seine abschirmende Wirkung für Seeleute.
8. Symbolik und Traditionen
Seit 1912 ist der Aquamarin offiziell Modeschmuck der Geburtsstein für im März Geborene. Überdies gilt er als herkömmliches Geschenk zum 19. Hochzeitstag. Diese Bräuche haben den Edelstein zu einem favorisierten Symbol für dauerhafte Verbindungen gemacht.

9. Renommierte Exemplare
Der "Hirsch-Aquamarin" zählt als massivster bekannter Aquamarin weltweit. Mit überwältigenden 109,92 Karat ist er gänzlich unbehandelt. Die Fassung aus 18-karätigem Gold wird von 118 Diamanten bereichert und gestaltet ihn zu einem unvergleichlichen Schmuckstück.
10. Verwandtschaft mit dem Smaragd
Aquamarin und Smaragd sind Teil beide zur Beryll-Familie. Diese ausgeprägte Verwandtschaft ist den meisten nicht bekannt. Während Smaragde spärlicher und zerbrechlicher sind, werden exzellente Aquamarine gleichermaßen sehr respektiert. Der goldene Beryll, ein zusätzlicher Verwandter, enthält neben Eisen auch Uran und existiert vielfach in denselben Lagerstätten vor.
11. Empfindlichkeit und Pflege
Im Gegensatz zu Modeschmuck Diamanten Modeschmuck können Aquamarine beschädigt werden. Sie sollten getrennt von festeren Edelsteinen untergebracht werden. Zur Reinigung ist geeignet nur lauwarmes Wasser – in keinem Fall heiße Flüssigkeiten oder scharfe Chemikalien. Auch massive Hitze beschädigt dem Stein.
12. Frühere Verwendung in der Optik
Im Deutschland vergangener Jahrhunderte verwendete man Aquamarin in der Tat für Brillengläser zur Regulierung von Kurzsichtigkeit. Diese besondere Anwendung demonstriert die funktionale Bedeutung des Steins außerhalb seiner schmückenden Funktion.
13. Härtegrad und Schliff
Auf der Mohs-Härteskala erreicht der Aquamarin Resultate zwischen 7 und 8, was ihn alltagstauglich Aquamarin Schmuck macht. Seine Klarheit ermöglicht kunstvolle Facettenschliffe, die das Licht wunderbar widerspiegeln. Dunklere Steine werden häufig als Cabochon geschliffen. Unter gewissen Bedingungen kann der sogenannte Katzenaugen-Effekt zustande kommen.
14. Weltumspannende Vorkommen
Aquamarin-Lagerstätten existieren auf mehreren Kontinenten: Brasilien fördert die meisten erstklassigen Schmucksteine, während China flache, hexagonale Kristalle generiert. In Colorado werden einige der hochwertigsten Aquamarine weltweit gefördert – der US-Bundesstaat bestimmte ihn 1971 zu seinem offiziellen Edelstein. Weitere Fundorte sind Sambia, Nigeria, Madagaskar, Pakistan und Mosambik.
15. Gefragtheit in der Schmuckherstellung
Aquamarin eignet sich bestens für Ringe, Anhänger und Ohrringe. Besonders effektvoll ist die Zusammenstellung mit Sterlingsilber oder Weißgold, da diese Metalle die coolen Blautöne des Steins optimal zur Geltung präsentieren und einen raffinierten Kontrast herstellen.
Der Aquamarin verschmilzt zeitlose Schönheit mit fesselnder Geschichte und Aquamarin Schmuck verbleibt zu den beliebtesten Edelsteine weltweit.